Einblicke in unsere Arbeitsweise
Moderne Imkerei
Unsere Arbeit verbindet die regelmäßige Kontrolle am Bienenvolk mit Messdaten und Laboranalysen. Auf dieser Seite erklären wir, welche Informationen Bienenstockwaagen liefern, was DNA-Analysen über unsere Honige aussagen und wo die Grenzen dieser Verfahren liegen.
Transparente Herkunft
DNA-Analysen unserer Honige
Bei einer DNA-Analyse werden pflanzliche DNA-Spuren in einer Honigprobe untersucht. Die nachgewiesenen Sequenzen werden Pflanzenarten oder übergeordneten Pflanzengruppen zugeordnet. Daraus entsteht ein botanisches Profil der untersuchten Tracht.
Was die Prozentangaben bedeuten
Die Prozentwerte beziehen sich auf die Verteilung der in der Probe nachgewiesenen Pflanzen-DNA-Moleküle. Sie bedeuten nicht, dass der Honig zu genau diesem Prozentsatz aus dem Nektar einer bestimmten Pflanze besteht. Das Ergebnis beschreibt die untersuchte Probe und kann sich von Ernte zu Ernte unterscheiden.
Herkunft und Echtheitsprüfung
Die von uns veröffentlichten Ergebnisse dokumentieren vor allem das botanische Profil unserer Honige. DNA-Verfahren können darüber hinaus auch zur Prüfung der Echtheit von Honig beitragen.
Wie DNA-Verfahren bei der Echtheitsprüfung eingesetzt werden, zeigen ein Beitrag von ZDFheute ↗ und die ZDF-Dokumentation „Fake-Honig: Eine süße Illusion“ ↗.
Ein Analysebeispiel
Sommertracht 2026 aus Eschborn
Die Probe ging am 7. Juli 2026 bei Sinsoma ein. Nachgewiesen wurden insgesamt 14.373 Pflanzen-DNA-Moleküle aus 39 Arten und 28 Gattungen.
- Raps
- 35,77 %
- Edelkastanie
- 28,34 %
- Wilde Brom- und Kratzbeere
- 18,00 %
Die Werte geben den Anteil an den nachgewiesenen Pflanzen-DNA-Molekülen dieser Probe wieder. Das vollständige Ergebnis enthält weitere Pflanzenfunde.
Das Diagramm von Sinsoma wird erst nach Ihrer Einwilligung geladen.
Unsere Völker im Blick
Sensoren und Sensordaten
Bienenstockwaagen mit weiteren Sensoren erfassen in regelmäßigen Abständen Werte am Bienenstock und in seiner direkten Umgebung. So können wir zeitliche Entwicklungen beobachten, ohne das Volk für jede Messung öffnen zu müssen.
- Gewicht und Gewichtsveränderung
- Gewichtszunahmen während der Tracht zeigen den Nektareintrag und die Entwicklung der Honigvorräte. So lässt sich der mögliche Honigertrag im Verlauf einschätzen. Auch Futterverbrauch, Schwarmereignisse oder Arbeiten am Bienenstock werden sichtbar.
- Innentemperatur
- Die Innentemperatur zeigt, wie sich das Klima im Bienenstock entwickelt und wie gut das Volk darauf reagiert. Im Bereich des Brutnestes halten ausreichend starke Völker während der Brutzeit meist etwa 34 bis 35 °C. Für die Einordnung sind auch die Position des Sensors, Jahreszeit und Außentemperatur wichtig.
- Luftfeuchtigkeit
- Sie ergänzt das Bild des Klimas am überwachten Standort.
- Wind
- Windstärke und Windverlauf helfen dabei, Veränderungen der Flugbedingungen einzuordnen.
- UV-Strahlung und Lichtstärke
- Diese Messwerte beschreiben die Lichtverhältnisse und den Tagesverlauf am Standort.
Messdaten ergänzen unsere Arbeit am Bienenstand: Ein einzelner Wert erklärt noch keine Ursache. Erst der gemeinsame Verlauf der Messdaten sowie Wetter, Trachtangebot und unsere Kontrollen vor Ort ergeben ein aussagekräftiges Bild. Sensoren ersetzen weder die fachkundige Beurteilung noch die Arbeit am Volk: Pflege, Schwarmkontrolle und Honigernte bleiben Handarbeit und verlangen Erfahrung und imkerliches Können.
Aktuelle Messwerte
Live-Daten unserer Standorte
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